Dr. Charlotte Köttgen
Fachärztin für Kinder und Jugendpsychiatrie/-psychotherapieVorsitzende des Ausschusses ‚Kinder und Jugend' der Deutschen Gesellschaft für soziale Psychiatrie e.V. (DGSP)
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Vortrag: Schwierige Kinder - verletzte Kinder Kontexte, Erfahrungen, biografisches Verstehen
Kinder und Jugendliche erleben in jeder Phase ihres Lebens (elterliche/erzieherische) Forderung und Förderung. Um sich zu entwickeln und um den Ansprüchen des "normalen Lebens" gerecht zu werden ist Herausforderung und Schutz nötig.Auch Verletzungen, Verluste und Trieb - Versagen bleiben in einer normalen Kindheit nicht aus. Sie sind unvermeidbare und unverzichtbare Erfahrungen.Gewalt, Vernachlässigung, Mißbrauch können dahingegen in die seelisch körperliche Integrität von Kindern so tief eingreifen, daß sie ein Leben lang als Trauma nachwirken. Gewaltsame Übergriffe durch fremde oder gar durch Vertrauenspersonen hinterlassen seelische, wie körperliche Narben, diese können zeitlebens in (un-)bewußter Erinnerung bleiben und die weitere seelische, cognitive Entwicklung teilweise oder ganz behindern. Derart Verdrängtes kann unverarbeitet zu Krankheit, Sucht u.a. Problemen führen. Wann und wie ein Kind verletzt worden ist, zeigt sich oft erst spät in verschlüsselten Symptomen. Das Kind ist schwierig, heißt es dann. Die Probleme können um so weniger in Worte gefaßt werden, je früher die Traumata erfolgt sind, zu einer Zeit als das Kind u.U. noch keine Sprache entwickelt hatte. Biographische Kenntnisse, nonverbale Äußerungen u.a. können helfen einen Zugang zu solchen Verhaltensweisen zu erarbeiten, um Entwicklung zu fördern. Kinder aus der Mittelschicht bekommen eher Therapieangebote, die sozial randständigen jungen Menschen werden ins System der Jugendhilfe vermittelt. In beiden Fällen soll die Hilfe dazu beitragen, dass die Probleme nicht in Selbst- oder Fremdzerstörung münden.Welche Zugangswege und Methoden gibt es, was geht mit Therapie?
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