| Fachkongress
12/2003 Plötzlich ist nichts mehr wie es war
Trauma und posttraumatische Stressbelastung bei Kindern und Jugendlichen
04.- 05. Dezember 2003 in Stuttgart
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Zur Person:
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Abstract: |
Elise Bittenbinder
Dipl-Päd/Universität Eichstätt, Systemische Familientherapie (Köln), Hypnotherapie (Rottweil/Heidelberg), Strategic Therapy (Washington), EMDR (Köln). Seit 1988 Psychotherapeutin (Köln, Berlin) Schwerpunkt: Trauma, Opfer von Gewalt und Folter. Vorsitzende, Bundesarbeitsgemeinschaft der Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer (BAFF).
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Vortrag: Traumatisierte Helfer im Hilfesystem
Um in extremen Situationen helfen oder handeln zu können, müssen wir Empathie entwickeln. Empathie bedeutet, dass wir uns emotional einlassen auf die extrem belastenden Geschichten aus der Vergangenheit oder Gegenwart der Betroffenen. Trauma bedeutet immer Verlust, Konfrontation mit Extremen, die unsere Weltsicht verändern, die unser Gefühl von Sicherheit oder die Möglichkeit, Situationen zu kontrollieren, in Frage stellen.
Die damit einhergehenden und oft gebundenen extremen Gefühle werden von verschiedenen Autoren beschreiben als Compassion fatigue (FIGLEY 1995), secondary victimization (MEICHENBAUM 1997) oder als vicarious traumatization (PEARLMAN 1990). Um Zeichen von stellvertretender Traumatisierung feststellen zu können, müssen wir verstehen, wie Trauma eine Person verändert in Bezug auf ihre: Copingmechanismen, Weltsicht, Selbstwertgefühle und sozialen Bezüge.
Anhand von Beispielen aus der Praxis werden Konzepte dargestellt, von anderen Phänomenen (Burnout) abgegrenzt und auf Prävention eingegangen.
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Zur Tagungsvorbereitung:
- Bustos, E. (1999). Stellvertretende Traumatisierung, verwundete Heiler oder die unvermeidbare intersubjektive Erfahrung in der psychotherapeutischen Arbeit mit traumatisierten Flüchtlingen. Vortrag auf Fachtagung der BAFF, Berlin.
- Bittenbinder, E. (2000).Trauma & Gewalt. Systemische Psychotherapie mit Überlebenden von Folter. In: Pid, Psychotherapie im Dialog, Stuttgart 1/2000.
- Herman, L.J. (1993). Sequelae of Prolonged and Repeated Trauma: Evidence for a Complex Posttraumatic Syndrom. In: Davidson, J.R. T. and Foa, E.B. (Hrsg.).
- Saakvitne, K. W., Pearlman, L. A. (1996). Transforming The Pain. A Workbook on Vicarious Traumatization, Norten & Company, New York.
- Fengler, J. (1991). Helfen macht müde. Klett-Cotta, Stuttgart
- Stamm, B. H. Hrsg. (1999). Secondary Traumatic Stress. The Sidran Press, Lutherville
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