Fachkongress 2009
Kindheit mit psychisch belasteten und süchtigen Eltern
– Kinderschutz durch interdisziplinäre Kooperation
20. - 21. November 2009 in Gütersloh
Inhalte und Fragestellungen
Die Kinderschutz-Zentren greifen mit dem Fachkongress ein Kinderschutzthema auf, das sowohl für die
Jugendhilfe als auch das Gesundheitswesen von großer Bedeutung ist. Kinder psychisch und suchtkranker
Eltern sind immer von der Krankheit ihrer Eltern betroffen. Dies kann ihre Entwicklung nachhaltig belasten oder
sogar gefährden, gleichzeitig erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass sie später selber erkranken.
Trotz einer verbesserten Wahrnehmung in der Fachöffentlichkeit, auch die Kinder von psychisch kranken
und süchtigen Elternteilen als Betroffene und Notleidende der Erkrankung ins Blickfeld zu rücken,
gibt es immer noch viel zu wenig interdisziplinäre Hilfe- und Unterstützungsangebote für die
Familien. Obwohl es regional immer mehr Projekte gibt, fehlt bundesweit ein flächendeckendes und
systematisiertes Angebot. Ein Grund dafür sind die finanziellen Bedingungen, die durch die unterschiedlichen
Zuständigkeiten von Jugendhilfe und Gesundheitswesen erschwert werden.
Die Kinderschutz-Zentren sehen hier Handlungsbedarf und bieten mit dem Kongress Fachkräften aus den
verschiedenen Bereichen die Möglichkeit, in einen Dialog zu treten. Jugendhilfe und Gesundheitswesen
brauchen Netzwerkstrukturen, um effektiv auf den Einzelfall abgestimmte Hilfen anbieten zu können.
Auf dem Fachkongress teilen qualifizierte Referentinnen und Referenten aus Wissenschaft, Jugendhilfe und
Gesundheitswesen ihr Wissen und ihre Erkenntnisse in der Arbeit mit psychisch belasteten Familien mit.
Fachleute aus der Praxis stellen ihre konkreten Erfahrungen mit zum Teil sehr unterschiedlichen
Behandlungsansätzen vor.
Adressat(inn)en
Der Fachkongress richtet sich an alle Mitarbeiter(innen) aus der Jugendhilfe und dem Gesundheitswesen.
Förderung
Der Fachkongress wird im Rahmen des Projekts „Qualifizierung von Kooperations- und Netzwerkstrukturen
im Kinderschutz” durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen
und Jugend gefördert.
Programm |
Freitag, 21. November 2009 |
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Eröffnung und und Grußwort |
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14:00 Uhr |
Ulrike Boden, AWO Gütersloh, Kinderschutz-Zentrum Gütersloh
Arthur Kröhnert, Die Kinderschutz-Zentren, Köln
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Vortrag 1 |
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14.15 - 15.00 Uhr |
Kinder psychisch kranker Eltern – ein Überblick über Forschungsstand und Forschungsbedarf
Prof. Dr. Sabine Wagenblass, Hochschule Bremen
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Forum 1 |
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15.15 - 17.00 Uhr |
Voraussetzungen für eine gelingende interdisziplinäre Kooperation
Hella Ralfs-Horeis, Ev. Kinder-, Jugend- und Familienhilfe Schmiedel, Nannhausen
Dr. Mike Seckinger, Deutsches Jugendinstitut e.V. (DJI), München
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Workshops 1–5 |
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15.15 - 17.00 Uhr |
1. Diagnostik im Spannungsfeld systemischer und personenzentrierter Aspekte
Martina Kreft, Kinderschutz-Zentrum Gütersloh
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2. faba-Naturprojekt – Familien in Balance – Naturprojekt für Kinder
Zur Unterstützung von Kindern aus Familien mit Sucht oder psychischen Erkrankungen
Renate Bethlehem, Deutscher Kinderschutzbund – Kreisverband Gütersloh e.V.
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3. Marte Meo – Videogestützes Elterntraining Entwicklung aktivieren statt kompensieren
DInge Nowak, Liz. Marte Meo-Supervisorin und Ausbilderin, Solingen
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4. Vorsorge und Rehabilitation für Mutter und Kind („Mutter-Kind-Kuren”) –
Eine Chance für psychisch belastete Mütter und ihre Kinder
Ingrid Biermann, Claudia Hülskötter, Kurhaus Schanzenberg, Horn-Bad Meinberg
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5. Wenn die Eltern „ertrinken” – Behandlungsansätze für suchtbelastete Familien
Dr. med Ulrich Kemper, LWL-Klinik Gütersloh, Bernhard-Salzmann-Klinik
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Pause |
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17.00 - 17.30 Uhr |
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Vortrag 2 |
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17.30 - 18.15 Uhr |
Psychische Erkrankungen und ihre Auswirkungen auf die Familie
Prof. Dr. med. Ingrid Börner, LWL-Klinik Gütersloh
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Samstag, 21. November 2009
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Vortrag 3 |
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10.00 - 10.45 Uhr |
Interventionen bei Kindern psychisch kranker Eltern
Prof. Dr. Albert Lenz, Katholische Hochschule Paderborn
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Forum 2 |
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11.00 - 13.00 Uhr |
Einschätzung von Erziehungsfähigkeit und Früherkennung von
Kindeswohlgefährdung in Familien mit psychisch beeinträchtigten Eltern
Dr. Michael Hipp, Sozialpsychiatrischer Dienst Hilden
Nicola Franken-Rowold, Margaretenhort Hamburg
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Workshops 6–10 |
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11.00 - 13.00 Uhr |
6. Patenschaften für psychisch belastete Familien
Das Einfache, was schwer umzusetzen ist
Ortrud Beckmann, Pfiff, Hamburg
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7. Empathie und Therapie bei Kindern psychisch kranker Eltern
Dr. Klaus Riedel, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut, eigene Praxis in Bielefeld
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8. Rollen von Kinder psychisch erkrankter Eltern in ihren Familien:
Überblick, Risiken, Chancen, und notwendige Unterstützung
Katja Beeck, Netz und Boden, Berlin
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9. Kinderschutz zwischen Gesundheitswesen und Jugendhilfe
– Erfahrungen aus der Praxis
Reinhild Birkenhake, Jugendamt Gütersloh
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10. Psychisch krank nach der Geburt – Folgen für das Kind
Dr. med. Christiane Hornstein, Psychiatrischen Zentrum Nordbaden, Wiesloch
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Mittagsause |
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13.00 - 14.00 Uhr |
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Forum 3 |
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14.00 - 16.00 Uhr |
Rechtliche Rahmenbedingungen und Verfahrenswege bei Kindeswohlgefährdung durch psychisch kranke Eltern
Natalie Burggraf, Richterin, Amtsgericht Eutin
Heike Gutzmerow, Jugendhilfedienst Dortmund
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Workshops 11–15 |
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14.00 - 16.00 Uhr |
11. Multidisziplinäre und institutionsübergreifende Kooperation zur Versorgung von Familien mit psychischen Erkrankungen
Dr. Michael Hipp, Sozialpsychiatrischer Dienst Hilden
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12. Risikofaktoren bei belasteten Mutter-Säuglings-Beziehungen
– Erfahrungen aus der Mutter-Kind-Station
Dr. Hannelore Lier-Schehl, LWL Klinik Herten
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13. Ver-rückte Kindheit – Hilfen für Kinder und Jugendliche psychisch kranker Eltern
Gabriela Apel, AURYN Trier e.V.
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14. Wirksame Hilfen für psychisch belastete Familien – Anforderungen an eine Vernetzung von Gesundheitswesen und Jugendhilfe
Dr. Sabine Kloß, Kinder- und Jugendgesundheitsdienst, Gesundheitsamt Gütersloh
Dr. med. Stefan Grollmann, Kinder- und Jugendarzt Gütersloh
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15. Borderline-Persönlichkeitsstörung: Ursachen, Symptome und Umgang mit erkrankten Menschen
Katja Beeck, Netz und Boden, Berlin
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Kaffeepause |
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16.00 - 16.30 Uhr |
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Vortrag 4 |
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16.30 - 17.30 Uhr |
Suchtbelastete Familien – Risiken und Hilfen für Kinder und Eltern
Prof. Dr. Ruthard Stachowske, Institut für mehrgenerationale Forschung und Therapie, Reppenstedt
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17.30 Uhr |
Ende der Veranstaltung
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Der Veranstalter weist darauf hin, dass Programmänderungen
möglich sind.
30 Jahre Kinderschutz-Zentrum Gütersloh
Das Kinderschutz-Zentrum Gütersloh feiert im Rahmen des Fachkongresses am 20.11.2009 sein 30-jähriges Jubiläum
und lädt alle Interessierten zur abendlichen Festveranstaltung mit Kabarett, Buffet und Tanz herzlich ein.
Genauere Informationen erhalten alle Teilnehmer(innen) per Brief oder E-Mail.
Organisation
Veranstalter
Die Kinderschutz-Zentren
Bonner Str. 145
50968 Köln
Tel: 0221 / 56975-3
Fax: 0221 / 56975-50
E-Mail: die@kinderschutz-zentren.org
Web: www.kinderschutz-zentren.org
Koorperationspartner:
Kinderschutz-Zentrum Gütersloh
Böhmerstraße 13
33330 Gütersloh
Web: www.kinderschutzzentrum-gt.de
LWL-Klinik Gütersloh
Hermann-Simon-Str. 7
33334 Gütersloh
Tagungsort
Stadthalle Gütersloh
Friedrichstr. 10
33330 Gütersloh
www.stadthalle-gt.de
Akkreditierung
Die Akkreditierung des Fachkongresses ist bei der Psychotherapeutenkammer Nordrhein-Westfalen beantragt.
Tagungsbeitrag
Der Fachkongress kann nur für beide Tage gebucht werden.
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Teilnehmer(innen)gebühr |
€ 125,00 (Online-Anmeldung)
€ 130,00 (Post-/Fax-/E-Mail-Anmeldung)
inkl. einer Verpflegungspauschale von € 30,00
die am 1. Kongresstag die Tagungsgetränke und am 2. Kongresstag die Tagungsgetränke und die Mittagsverpflegung beinhaltet
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Bei
Abmeldungen bis zu 14 Tagen vor Beginn des Kongresses berechnen
wie eine Verwaltungsgebühr von
€ 20,00. Bei späteren Abmeldungen muss der volle Teilnehmer(innen)preis
gezahlt werden. |
Online–Anmeldung
Die Online-Anmeldung zum Fachkongress erfolgt über die bereitgestellte Maske auf der Internet-Seite
http://www.kinderschutz-zentren.org/guetersloh2009/
E–Mail–Anmeldung
Senden Sie Ihre E-Mail-Anmeldung an die Adresse:
die@kinderschutz-zentren.org
oder per Fax an: 0221 / 5697550
Download Fax-Anmeldung
Bankverbindung
Bank für Sozialwirtschaft Köln
BLZ 370 205 00, Kto.-Nr. 7 086 700
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