Die Vergangenheit im Gepäck ... – Kinder und Jugendliche in Pflegefamilien und stationärer Erziehungshilfe
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FACHKONGRESS

Die Vergangenheit im Gepäck ... – Kinder und Jugendliche in Pflegefamilien und stationärer Erziehungshilfe

30. November – 1. Dezember 2017 in Stuttgart


Kinder und Jugendliche, die aus den unterschiedlichsten Gründen nicht in ihrer Herkunftsfamilie leben können, versuchen in Pflegefamilien und stationären Einrichtungen der Erziehungshilfe einen Neustart. Hierzu brauchen sie eine enge und vertrauensvolle Begleitung – ebenso wie ihre (leiblichen) Eltern, die lernen müssen, mit der neuen Situation umzugehen. Die Fachkräfte der Jugendhilfe stehen somit vor der Herausforderung, sowohl die Kinder mit ihrer Ursprungsfamilie als auch die Pflegefamilien und Einrichtungen auf dem gemeinsamen Weg zu einer möglichst stabilen Zukunft professionell zu unterstützen.

Jedes fremduntergebrachte Kind hat seine eigene Lebensgeschichte – häufig ist sie geprägt von traumatischen Ereignissen, Ängsten und Verunsicherung. Es hat in der Herkunftsfamilie oftmals instabile, ambivalente, überforderte oder gewaltbereite Erwachsene erlebt. Trotz oder gerade aufgrund dieser Erfahrungen hat das Kind eine große Sehnsucht nach Nähe und Geborgenheit.

Mit dem Wechsel von der Herkunfts in die Pflegefamilie oder Jugendhilfeeinrichtung hat das Kind bzw. der Jugendliche die Chance, andere Erfahrungen zu machen, belastende Erlebnisse aufzuarbeiten und neue, verlässliche Bindungen und Beziehungen einzugehen. Dies kann jedoch nur gelingen, wenn das Herkunftssystem in angemessener Weise einbezogen und berücksichtigt wird, denn: Fremduntergebrachte Kinder und Jugendliche können ihre besondere Lebenssituation nur dannbewältigen, wenn sie ihre bisherigen Lebensbezüge nicht verleugnen und verdrängen müssen und ihrem Alter entsprechend bei der Hilfeplanung einbezogen werden.

Auf diesem Hintergrund sind zentrale Fragestellungen unseres Kongresses:

  • Welche Gründe führen dazu, dass Kinder nicht mehr in ihrer Familie leben können?
  • Wie finden wir passende Hilfen und Lebensformen für die Kinder und Jugendlichen?
  • Wie verstehen wir es, wenn Unterbringungen immer wieder scheitern?
  • Wie können traumatisierte Kinder und Jugendliche besonders unterstützt werden?
  • Wie kann die Herkunftsfamilie in die neue Lebenssituation des Kindes einbezogen und Kontakte gestaltet werden?
  • Welche Anforderungen und Aufgaben stellen sich den beteiligten Fachkräften

Der Fachkongress vermittelt den aktuellen Wissensstand und beleuchtet dabei die Perspektiven der betroffenen Kinder und Jugendlichen mit den beteiligten Familien- und Hilfesystemen. Praktiker(innen) sollen Impulse für ihre Arbeit und Möglichkeiten des kollegialen Austausches erhalten.

Adressat(inn)en

Der Kongress richtet sich an Fachkräfte aus dem Pflegekinderwesen sowie an Fachkräfte aus Jugendämtern, Beratungsstellen und stationären pädagogischen und therapeutischen Einrichtungen

Programmflyer

Wegbeschreibung



 

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