“Aktionsplan im Dialog” – Netzwerkarbeit für den Kinderschutz
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Aktuelles

“Aktionsplan im Dialog” – Netzwerkarbeit für den Kinderschutz

Die Netzwerkkonferenz „Aktionsplan im Dialog“ ist vorbei und wir blicken zurück auf zwei anregende und fachlich komplexe Tage, an denen zum Teil sehr kontrovers diskutiert wurde. Zusammen mit den Kinderschutz-Zentren und ECPAT Deutschland als Kooperationspartner hatte das BMFSFJ anlässlich des 2. Europäischen Tages zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung und sexuellem Missbrauch zur Konferenz nach Berlin eingeladen.

Rund 180 Expertinnen und Experten aus Politik, Wissenschaft und Praxis folgten der Einladung und tauschten sich über aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen in Hinblick auf die Fortschreibung des Aktionsplans aus. Mit dabei war auch eine Jugenddelegation von 27 Jugendlichen und jungen Erwachsenen der unterschiedlichsten Jugendgruppen, die als Expertinnen und Experten in eigener Sache aus ganz Deutschland angereist waren und engagiert mitdiskutierten. Ihre Sicht auf die Veranstaltung haben sie in einer Videoreportage festgehalten.

 

Schutz von Kindern vor sexueller Gewalt: Erreichte Ziele …

Und es gab viel zu besprechen! Denn fünf Jahre ist es her, dass die Bundesregierung mit dem Aktionsplan 2011 zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Gewalt und Ausbeutung eine Reihe von Maßnahmen auf den Weg gebracht hat, um den Schutz von Kindern und die Unterstützung für Betroffene zu verbessern und die Empfehlungen des Runden Tisches umzusetzen. Ergänzt wurde der Aktionsplan 2014 durch das Gesamtkonzept zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Gewalt von Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig.
Somit konnten Staatssekretär Dr. Ralf Kleindiek und der Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs Johannes-Wilhelm Rörig in ihren Eröffnungsreden auf vielfältige Initiativen und erreichte Zwischenziele zurückblicken und das positive Resümee ziehen, dass die Thematik der sexuellen Gewalt gegen Kinder mittlerweile fest in der gesellschaftlichen und fachlichen Auseinandersetzung angekommen ist.

… und bleibende Herausforderungen

Dennoch muss die Frage, was Kinder brauchen, um bestmöglichen Schutz vor sexualisierter Gewalt und Ausbeutung zu erfahren, selbstverständlich in einem fortlaufenden Prozess permanent weiterentwickelt und veränderten Lebensrealitäten angepasst werden. Das breite Themenfeld der Konferenz reichte dementsprechend von Präventions- und Schutzmaßnahmen in Einrichtungen, bedarfsgerechten Beratungs- und Unterstützungsstrukturen für Betroffene, Schutz vor sexueller Ausbeutung im Tourismus und Schutz in den digitalen Medien über Risiken sexueller Ausbeutung für geflüchtete Kinder bis hin zur Verbesserung von Schutz und Unterstützung für Kinder, die Opfer von Menschenhandel oder ritueller sexualisierter Gewalt geworden sind.

Weiterentwicklung im Dialog

Um die vielen Themen und Fragestellungen nach zwei inhaltlich reichen Tagen zu bündeln, resümierte schließlich das zentrale Abschlussforum die Netzwerkkonferenz. Dabei stand der Titel der Konferenz, „Aktionsplan im Dialog“ im Vordergrund, indem beteiligte Expertinnen und Experten aus den verschiedensten Themenbereichen ihre Diskussionsergebnisse vorstellten und gemeinsam berieten wie der Aktionsplan gegen sexuelle Gewalt perspektivisch gestaltet werden kann.

 



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