Kinderschutz im ländlichen Raum: Neues Kinderschutz-Zentrum Ostholstein-Segeberg gegründet
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Aktuelles

Kinderschutz im ländlichen Raum: Neues Kinderschutz-Zentrum Ostholstein-Segeberg gegründet

11.07.2017

Was braucht gelingender Kinderschutz in ländlichen Regionen? Diese Frage stand im Zentrum des Modellprojektes „Kinderschutz im ländlichen Raum“, in dem sich die Kinderschutz-Zentren bereits 2012 an fünf Standorten bundesweit auf den Weg machten, um lokale Bedingungen zu analysieren und Praxis weiter zu entwickeln.

Nun hat das Kinderschutz-Zentrum Ostholstein-Segeberg seine Arbeit aufgenommen und schließt damit an die bisherigen Erkenntnisse und Erfahrungen der Kinderschutz-Zentren an. Das neue - und damit vierte - Kinderschutz-Zentrum im Land Schleswig Holstein profitiert vom Zusammenschluss zweier fachlich etablierter und langjährig tätiger Fachberatungsstellen in Trägerschaft des Deutschen Kinderschutzbundes.

Kooperationspartner*innen des neuen Kinderschutz-Zentrums Ostholstein-Segeberg: Susanne Günther (Geschäftsführerin DKSB Landesverband), Silke Orthmann (Fachliche Leitung der Fachberatungsstelle in Bad Segeberg des DKSB und fachliche Leitung des Kinderschutz-Zentrums OSE,  Silke Krause (Pädagogische Leiterin beim Kreisverband Ostholstein des DKSB und fachliche Leitung des Kinderschutz-Zentrums OSE)

Ziel des neuen Kinderschutz-Zentrums ist es, vom nördlichen Fehmarn bis in die Landesmitte Schleswig Holsteins Kinder, Jugendliche und Familien in ländlichen Regionen fortan besser zu erreichen und zu versorgen und professionelle Hilfen schneller und flächendeckender verfügbar zu machen. Zudem soll mit der neuen Facheinrichtung auch die allgemeine Sensibilisierung für Gewalt gegen Kinder weiter gesteigert werden.

Getragen wird das neue Kinderschutz-Zentrum mit dem Schwerpunkt der Versorgung ländlicher Regionen durch die Kooperation des Landesverbandes des DKSB, dem Kreisverband Ostholstein, des Ortsverbandes Heiligenhafen und durch den Ortsverband Bad Segeberg des DKSB. Durch die Förderung des Landes Schleswig Holstein wird es möglich, Bewährtes zu stärken und neue und auf die Region bezogene Angebote gemeinsam mit anderen Partnern und in Kooperation mit den örtlichen Jugendämtern zu entwickeln und zu verankern.

Deshalb wird in einer dreijährigen Modellphase, die durch die BAG der Kinderschutz-Zentren fachliche begleitet wird, zunächst die bestehende Arbeit der Fachberatungsstellen in den beiden Landkreisen vernetzt und fachlich gestärkt. Später werden dann auf der Basis der lokalen Bedarfe neue Ideen und Konzepte für den besseren Schutz von Kindern in ländlichen Regionen fachlich weiterentwickelt. Damit wird der Kinderschutz in Schleswig Holstein fachlich qualifizierter und eine wichtige Versorgungslücke geschlossen.



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