Kinderschutz-Zentren unterstützen das „Bündnis gegen Schütteltrauma“
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Kinderschutz-Zentren unterstützen das „Bündnis gegen Schütteltrauma“

06.12.2017

Gerade in den ersten Lebensmonaten schreien Babys oft ohne ersichtlichen Grund, was eine enorme Belastung für die Eltern darstellen kann. Verlieren sie für einen kurzen Moment die Kontrolle und schütteln ihr schreiendes Baby, kann dies zu schweren Schädigungen des Kindes führen wie z.B. körperliche und geistige Behinderungen, Seh- und Sprachstörungen oder Krampfanfälle. Zehn bis dreißig Prozent der Kinder sterben sogar an den Folgen eines Schütteltraumas.

Eine aktuelle Befragung des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen (NZFH) zeigt, wie groß der Aufklärungsbedarf in der Bevölkerung ist: nur 79 Prozent der Befragten stimmen der Aussage zu, dass man Babys niemals schütteln darf. 24 Prozent glauben irrtümlicher Weise, dass Schütteln einem Baby nicht schade. Das NZFH hat es sich daher zusammen mit 23 Bündnispartnern zur Aufgabe gemacht, über die Folgen des Schüttelns von Säuglingen und Kleinkindern aufzuklären – im Auftrag des Bundesfamilienministeriums.

Auch die Kinderschutz-Zentren haben sich dem „Bündnis gegen Schütteltrauma“ angeschlossen und werden sowohl in ihren Zentren vor Ort, als auch durch gezielte bundesweite Öffentlichkeitsarbeit über die Gefahren des Schüttelns von Babys informieren. Das Frühe Hilfen-Netzwerk der Kinderschutz-Zentren bietet betroffenen Eltern eine Vielzahl an Hilfe- und Unterstützungsmöglichkeiten wie z.B. Schreiambulanzen oder Babysprechstunden.


Weitere Informationen zum „Bündnis gegen Schütteltrauma“ finden Sie auf der Website www.elternsein.info. Hier gibt es auch eine Suchmaschine, mit der Eltern entsprechende Hilfeangebote in ihrer Nähe finden können. 
Alle Fakten zur Repräsentativbefragung „Bekanntheit und Wissen zu Schütteltrauma und Babyschreien in Deutschland 2017“ vom NZFH gibt es auf www.bzga.de/presse/daten-und-fakten/nationales-zentrum-fruehe-hilfen.
 



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