Plötzlich ist alles anders – Kinder, die unerwartet von einer Behinderung ihrer Eltern betroffen sind
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FACHKONGRESS

Plötzlich ist alles anders – Kinder, die unerwartet von einer Behinderung ihrer Eltern betroffen sind

19.-20.06.2015 in Köln



Inhalte und Fragestellungen

Die unerwartete plötzliche Behinderung eines Elternteils durch Krankheit oder Unfall bedeutet für alle Familienmitglieder ein traumatisches Ereignis, das mit starken Ängsten, existenziellen Sorgen und Schuldgefühlen verbunden ist. Besonders betroffen sind dabei Kinder und Jugendliche, die neben den Verlustängsten und der Verunsicherung über die Behinderung eines Elternteils auch die Not, Betroffenheit und den Stress des gesunden Elternteils erfahren, der sich plötzlich um viele alltagspraktischen Familienangelegenheiten alleine kümmern muss.

Aus entwicklungspsychologischer Sicht hat eine derart gravierende Situation starken Einfluss auf das weitere gesunde Aufwachsen eines Kindes oder Jugendlichen.

Da es bisher für die betroffenen Kinder und Jugendlichen kaum Unterstützungsangebote gibt, hat der Kölner Verein Kunststück Familie e. V. in Kooperation mit dem Atelier artig das Projekt „Sichtweise“ initiiert, in dem sich Betroffene künstlerisch mit dem sie belastenden Thema auseinandersetzen können.

„Sichtweise“ hat den Anstoß zu diesem Kongress gegeben, der auf die Problematik hinweisen und notwendige Unterstützungsmöglichkeiten für betroffene Familien herausstellen möchte. Dabei nimmt er insbesondere die Situation der betroffenen Kinder und Jugendlichen in den Blick und beschäftigt sich u. a. mit folgenden Fragestellungen:

  • Wie verändert sich die Rollen- und Aufgabenverteilung innerhalb des Familiensystems?
  • Wie wirken traumatische Ereignisse, und wie können sie verarbeitet werden?
  • Welche Unterstützungsmöglichkeiten sind für betroffene Kinder und Jugendliche hilfreich?
  • Wie kann ein Weiterleben nach dem Schicksalsschlag gelingen?
  • Wie sind die rechtlichen und gesetzlichen Rahmenbedingungen?

 

Adressat(inn)en

Der Fachkongress richtet sich an Ärztinnen und Ärzte, Krankenschwestern und -pfleger, Ergotherapeutinnen und -therapeuten, Kunst-, Musik-, und Gestalttherapeutinnen und -therapeuten Sozialpädagoginnen und -pädagogen, Kinder- und Jugendpsychotherapeutinnen und -therapeuten sowohl aus Unfall- und Rehabilitationskliniken als auch der Jugend- und Behindertenhilfe, die mit betroffenen Familien in ihrer beruflichen Praxis zu tun haben.

 

Förderung

Das Projekt „Sichtweise“ sowie der Kongress werden von der Kämpgen-Stiftung (www.kaempgen-stiftung.de) finanziell unterstützt.

 

Programmflyer

Anfahrtsbeschreibung zum Tagungsort

 



 
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