Arbeitskreis: Beratende Fallkoordination als Kooperationsmethode in Krise und Konflikt - ein Qualifikationsmodell
Die fachliche Arbeit in komplexen Problemfeldern der Jugendhilfe hat vor allem bei Risiken des Kindeswohls durch massive Sorgerechts- und Umgangskonflikte (z.B. bei hochstreitiger Trennung und Partnerschaftsgewalt) und Kindeswohlgefährdungen im Sinne des 1666 BGB vielfältige Anforderungen zu bestehen.
Fallverantwortliche MitarbeiterInnen in sozialen Diensten und Beratungsstellen bewegen sich von daher in einem Spannungsfeld von unterschiedlichen Herausforderungen, die eine besondere Kompetenz verlangen, nämlichEinzelfallorientierung und Hilfesystemorientierung so produktiv zu verknüpfen, dass der Schutzauftrag fachlich ausreichend gestaltet ist.
In dieser Arbeitsgruppe soll ein Qualifikationsmodell einer berufsbegleitenden Weiterbildung vorgestellt werden, das persönliche Beratungskompetenz, Systementwicklungskompetenz und Koordinationskompetenz stärkt und die Funktion der Fallverantwortung transparent und nachvollziehbar macht.
Diese Methode der sozialen Arbeit wird als Beratende Fallkoordination bezeichnet. Sie ist institutionenübergreifend ausgerichtet und nimmt ihren Ausgangspunkt von den Kompetenzen, Ressourcen und Lösungen der Jugendhilfe im Umgang mit krisenhaften Entwicklungen.
Träger der Weiterbildung sind die Kinderschutz-Zentren und die Katholische Fachhochschule Mainz. Beide Veranstalter haben vertraglich vereinbart, das der Weiterbildungsgang zertifiziert wird.
Alle näheren Informationen zu Inhalten, Arbeitsformen und zum Zeitplan für diese Weiterbildung erhalten Sie in der Arbeitsgruppe. Wir freuen uns über Ihr Interesse und auf Ihre Anregungen zur Vervollständigung unseres Konzepts.