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Fachkongress 6/2004

Diagnose Kindeswohlgefährdung:
Helfen unter Erfolgsdruck

Mainz, 28.- 29. Juni 2004


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Zur Person:
Abstract:
Wilma Weiß

Diplomsozialpädagogin, Diplompädagogin, arbeitet seit 30 Jahren in unterschiedlichen Arbeitsfeldern der Jugendhilfe zur Kindeswohlgefährdung, heute als Beraterin im Fachdienst Trauma im Albert Schweitzer Kinderdorf in Hanau. Autorin von "Philipp sucht sein Ich. Über den pädagogischen Umgang mit Traumata in den Erziehungshilfen", Juventa Verlag.

Arbeitskreis: Was brauchen Kinder - was ertragen Kinder ?

Was brauchen Kinder nach einer Diagnose Kindeswohlgefährdung? Was ertragen Kinder? Um dies angemessen klären zu können, bedarf es trotz hohem Zeitdruck einer ausführlichen Klärung: Was ist passiert und wie ist das Kind den Belastungen begegnet? Welche Gefahren ergeben sich für die Entwicklung des Kindes, welches Ressourcen hat das Kind. Wertvolle Hinweise hierfür geben die Erkenntnisse der Psychotraumatologie über Auswirkungen von lebensgeschichtlichen Belastungen auf die Entwicklung des Kinder. Auf dieser fachlichen Grundlagen werden wir Anforderungen an das Hilfeangebot und Prinzipien einer helfenden Beziehung erarbeiten. Diese Prinzipien sollen sowohl für die Gestaltung notwendiger Eingriffe als auch für die längerfristigen Hilfen handhabbar sein.

Anhand einer Fallvignette möchte ich die Möglichkeiten der Umsetzung der erarbeiteten Prinzipien überprüfen. Hierbei beschäftigen uns Fragen wie: welche Hilfeangebote nützen, was hat Vorrang, Kindeswohl/Kindeswille, Elternrechte - Kinderschutz, sekundäre Traumatisierung und altersangemessene Hilfeplangestaltung etc. .

Die TeilnehmerInnenzahl ist auf 25 begrenzt.

 
Zur Tagungsvorbereitung:
  • Helfer/Kempe/Krugmann (2002): Das misshandelte Kind. Körperliche und psychische Gewalt, Sexueller Missbrauch, Gedeihstörungen, Münchhausen by proxy Syndrom, Vernachlässigung. Frankfurt.
  • Van der Kolk, Bessel; Mc. Farlan, C. Alexander; Weisaeth, Lars (2000): Traumatic Stress. Grundlagen und Behandlungsansätze. Theorie, Praxis und Forschung zu posttraumatischem Stress sowie Traumatherapie. Paderborn.
  • Zitelmann, Maud (2001): Kindeswohl und Kindeswille im Spannungsfeld von Pädagogik und Recht. Münster.