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Fachkongress 12/2003

Plötzlich ist nichts mehr wie es war
Trauma und posttraumatische Stressbelastung bei Kindern und Jugendlichen

04.- 05. Dezember 2003 in Stuttgart

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Vorwort
Kinder und Jugendliche, die in ihrer Entwicklung vernachlässigt, misshandelt und missbraucht wurden und mit diesen Erfahrungen sich selbst überlassen geblieben sind, stehen im Mittelpunkt des diesjährigen Stuttgarter Kinderschutzkongresses. Oft bemerkt niemand bei diesen Kindern und Jugendlichen, welchen Belastungen sie ausgesetzt sind. Wenige fragen nach, warum sie ihre Lehrer bedrohen, warum sie in der Schule unruhig werden, gewaltbereit sind und ihre bisherigen Leistungen nicht mehr erbringen. Die Verbindung zwischen auffälligem Verhalten und traumatischen Belastungen wird nicht selbstverständlich gezogen.

Traumatisierte Kinder und Jugendliche zeigen Störungen in der Selbst-, Affekt- und Impulsregulierung. Aufgrund der frühen traumatisierenden Belastungen haben sie die Fähigkeit der Selbstregulation nicht erworben. Dort fallen sie dann durch ihr ungesteuertes impulsives, aggressives Verhalten auf. Später im Jugendalter greifen sie zu äußeren regulierenden Mitteln, wie Alkohol, Drogen und auch bestimmte Ideologien, die eine identitätsstiftende, aber auch selbstregulierende Funktion haben.

Um diesen Kindern und Jugendlichen zu helfen, ist es wichtig, auf verschiedenen Ebenen mit ihnen zu arbeiten. Gerade in der Körpertherapie können wichtige Entwicklungsschritte in Richtung auf eine Mobilisierung aus der Erstarrung und Entwicklung von räumliche Sicherheit im Höhlenbauen erreicht werden. Zentral ist hier, mit den Kindern und Jugendlichen sichere Orte zu schaffen, um ihnen Erfahrungen zu vermitteln, wie und wo sie sich sicher fühlen können. Bei Jugendlichen können auch imaginative Verfahren hilfreich sein, indem sie sich einen sicheren Ort in ihrer Fantasie erschaffen, wo sie von den schwierigen Bedingungen im Alltag Abstand nehmen können.

Der Fachkongress richtet sich an MitarbeiterInnen der sozialen Dienste, an KollegInnen der Erziehungs- und Familienberatung, an niedergelassene Kinder- und Jugendpsychotherapeuten aber auch an Beratungslehrerinnen und -lehrer.

Er vermittelt Grundlagen der Traumaforschung. In den Arbeitskreisen stellen erfahrene Fachfrauen und -männer ihre therapeutischen und beraterischen Arbeitsansätze vor.


Programm

Donnerstag, 4.Dezember 2003
Eröffnung
10.00 - 10.30 Uhr Arthur Kröhnert
Die Kinderschutz-Zentren,

Hannelore Juli
Vorsitzende der vhs Stuttgart

 
Vorträge
10.30 - 11.30 Uhr Schwierige Kinder - verletzte Kinder Kontexte, Erfahrungen, biografisches Verstehen
Dr. Charlotte Köttgen, Vorsitzende des Ausschusses Kinder und Jugend in der Deutschen Gesellschaft für Soziale Psychiatrie (DGSP), Hamburg
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11.30 - 12.30 Uhr Traumatisierte Helfer im Hilfesystem
Prävention von Burnout oder Stellvertretender Traumatisierung
Elise Bittenbinder, BAFF/Xenion - Beratungsstelle für Traumatisierte, Berlin
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12.30 - 14.00 Uhr Mittagspause
 
Vortrag
14.15 - 15.00 Uhr Wege aus dem Labyrinth traumaspezifischer Reaktionsmuster bei Kindern und Jugendlichen
Elke Gimm, Institut für traumazentrierte Psychotherapie und Pädagogik Oldenburg
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Arbeitsgruppen
15.30 -17.30 Uhr
  1. Schwierige Kinder - verletzte Kinder Kontexte, Erfahrungen, biografisches Verstehen
    Dr. Charlotte Köttgen, Vorsitzende des Ausschusses Kinder und Jugend in der Deutschen Gesellschaft für Soziale Psychiatrie (DGSP), Hamburg
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  2. Körperarbeit mit traumatisierten Kindern
    Gelingende Jungensozialisation

    Hajo Diehl, Kinderschutz-Zentrum Heidelberg
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  3. Puzzleteile ergänzen und zusammensetzen - Dissoziation - dissoziative Identitätsstörungen
    Elke Gimm, Institut für traumazentrierte Psychotherapie und Pädagogik (ItPP),Oldenburg
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  4. Erkenntnisse aus Traumatherapie und Traumaforschung - Folgerungen für die Jugendhilfepraxis
    Gaby Breitenbach, Harald Requardt, Institut für systemische Therapie und Traumatherapie, Stuttgart
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  5. Sexueller Missbrauch an Jungen und Trauma
    Bernd Eberhardt, Zartbitter, Köln
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  6. Pflegekinder - Trauma und Bindungsstörungen
    Alexander Korrittko, Erziehungsberatungsstelle Hannover
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  7. Annäherung an die Innenwelt traumatisierter Kinder Skulpturarbeit
    Claudia Vannahme, "Entwickeln im System" - Praxis für systemisches Lernen und Handeln, Köln
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Freitag, 5.Dezember 2003
Vorträge
10.00 - 11.00 Uhr Traumatisierung im Kindesalter - Folgen für das Kind
Lutz-Ulrich Besser, Zentrum für Psychotraumatologie und Traumazentrierte Psychotherapie Niedersachsen (ZPTN)
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11.00 - 12.00 Uhr " ...es ist viel komplizierter.... aber das ist auch eine Chance"
Die Bedeutung der Bindungsforschung und Psychotraumatologie für die professionelle Hilfe bei sexuellem Missbrauch
Peter Giesers, Psychoanalytische, psychotherapeutische Fachpraxis, Köln
|zur Person/Abstract|
 
12.00 - 13.00 Uhr Mittagspause
 
Arbeitsgruppen
13.15 -15.15 Uhr
  1. Die Bedeutung der Bindungsforschung und Psychotraumatologie für die professionelle Hilfe bei sexuellem Missbrauch
    Peter Giesers, Psychoanalytische, psychotherapeutische Fachpraxis, Köln
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  2. Was macht die Arbeit mit uns?Theorie und Praxis zu Self-Care und Coping-Srategien
    Elise Bittenbinder, BAFF/Xenion - Beratungsstelle für Traumatisierte, Berlin
    |zur Person/Abstract|
  3. Traumatisierte Jugendliche und die Arbeit mit Grenzen
    Ela Briz, Freie Praxis und Familienberatungsstelle Heidenheim
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  4. MASTR - ein individueller traumabasierter Therapieansatz für Jugendliche mit Störungen des Sozialverhaltens
    Thomas Hensel, Psychotherapeutische Praxis, Offenburg
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  5. Kraft und Sicherheit für den Weg aus dem Trauma: Stabilisierung als Mittel gegen Ohnmacht und Hilflosigkeit
    Michael Pfeifer, Kinderschutz-Zentrum Göppingen
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  6. Selbstregulation durch Vorstellungskraft: Die Arbeit auf der inneren Bühne mit Kindern und Jugendlichen
    Ingrid Schwarz, Kinderschutz-Zentrum Stuttgart,Ursula Bülow-Beermann, Kinderschutz-Zentrum Heidelberg
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  7. Traumatisierung im Kindesalter - Folgen für das Kind
    Lutz-Ulrich Besser, Zentrum für Psychotraumatologie und Traumazentrierte Psychotherapie Niedersachsen (ZPTN)
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Live Chat
15.30 - 16.30 Uhr bei Kaffee und Kuchen mit den ReferentInnen und Arbeitsgruppen-LeiterInnen
 

Veranstalter


Die Kinderschutz-Zentren
Bonner Str. 147
50968 Köln
Tel: 0221 / 569753
Fax: 0221 / 5697550
E-Mail: die@kinderschutz-zentren.org

Kinderschutz-Zentrum Stuttgart

vhs Logo
Volkshochschule Stuttgart

Tagungsort
TREFFPUNKT Rotebühlplatz
Rotebühlplatz 28
70173 Stuttgart
Haltestelle Stadtmitte
S-Bahnlinien 1-7, Straßenbahnen 2,4,14, Bus 43
Parkhaus Rotebühlplatz (Mo.-Sa. 7.00-23.00 Uhr)

Tagungsbeitrag
Unter Einschluss der Tagungsunterlagen
Teilnehmergebühr € 115,00(Online-Anmeldung)
Teilnehmergebühr € 125,00 (Post-/Fax-/E-Mail-Anmeldung)

Tagesteilnahme € 60,00(Online-Anmeldung)
Tagesteilnahme € 65,00 (Post-/Fax-/E-Mail-Anmeldung)


Bei Abmeldungen bis zu 14 Tagen vor Beginn des Kongresses berechnen wie eine Verwaltungsgebühr von € 20,00. Bei späteren Abmeldungen muss der volle Teilnehmerpreis gezahlt werden.

Hotelreservierung
i-Punkt - Stuttgart
Tel: 0711/2228233

Bankverbindung
Bank für Sozialwirtschaft Köln
BLZ 370 205 00, Kto.-Nr. 7 086 700
Stichwort: Fachtagung Stuttgart
Dieser Fachkongress ist ausgebucht.