| Fachkongress 6/2007
Interdisziplinäre Hilfen bei Kindeswohlgefährdung
-Erkennen und Handeln
12. Juni 2007 in Hannover
Aktualität des Tagungsthemas
Kindeswohlgefährdung ist in den Blickpunkt öffentlichen Interesses gerückt und hat auf fachlicher Ebene zur intensiven Auseinandersetzung und Diskussion, insbesondere im Zusammenhang mit dem Schutzauftrag der Jugendhilfe, geführt. Die Ausgestaltung des Schutzauftrages im § 8a SGB VIII führt vielfach zu Verunsicherungen bei FachmitarbeiterInnen aus der freien und öffentlichen Jugendhilfe. Er fordert eine interdisziplinäre Zusammenarbeit, um Kindeswohlgefährdungen wirksam entgegenzuwirken. Unterstützt durch eine rege öffentliche Diskussion wurden hierzu Projekte und Modelle entwickelt, mit denen Familien in schwierigen Lebenssituationen erreicht werden sollen.
Fragestellungen
Wie muss eine gelingende Kooperation der verschiedenen Institutionen aus Gesundheitswesen und Jugendhilfe gestaltet sein, damit Hilfeangebote die Familien erreichen? Und wie müssen Hilfeangebote aussehen, dass Familien in schwierigen Lebenssituationen sich ermutigt fühlen, diese anzunehmen? Welche Interventionsmöglichkeiten gibt es, wenn das Kindeswohl gefährdet ist und die Eltern nicht "erreichbar" sind? Wie kann der Spagat zwischen sozialer Kontrolle und Hilfe gelingen?
Inhalte
Die Tagung vertieft Fachwissen und fördert ein interdisziplinäres Fallverstehen. In Vorträgen werden Möglichkeiten der Diagnose bei Kindeswohlgefährdung aufgezeigt, Kriterien für eine gelingende Kooperation entwickelt, und die konkrete Arbeit mit hoch belasteten Familien im Spannungsfeld von Hilfe und Kontrolle betrachtet.
Die Praxisforen zeigen Projekte, die von verschiedenen Trägern initiiert und angeboten werden: von Jugendamt, von Gesundheitsamt in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt, von einem freien Träger und ein Kooperationsprojekt verschiedener Träger aus Jugendhilfe und Gesundheitswesen. Die Projekte sollen unter verschiedenen Themenschwerpunkten wie Zugang, Kooperation, Leistungsfähigkeit und Übertragbarkeit diskutiert werden.
Wissen für den Berufsalltag
Die TeilnehmerInnen der Fachtagung bekommen ein vertieftes Verständnis für die Problematik bei Kindeswohlgefährdung. Der Blick für Familiensituationen, in denen das Wohl der Kinder gefährdet ist, wird geschult, Handlungsmöglichkeiten, die Kinder schützen und Familien unterstützen, aufgezeigt. Die Projekte geben Anregungen und Ideen für die eigene praktische Arbeit und zeigen auch Möglichkeiten der Vernetzung und Kooperation mit anderen Institutionen auf.
Adressaten
Die Tagung richtet sich an alle FachmitarbeiterInnen aus der Jugendhilfe und dem Gesundheitswesen, die mit Familien in schwierigen Lebenssituationen zu tun haben. Angesprochen sind KollegInnen aus den Jugendämtern, Beratungsstellen und Kindertagesstätten, sowie Kinderärzte, Gynäkologen, Kinderkrankenschwestern und Hebammen.
Programm
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Dienstag, 12. Juni 2007
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| Begrüßung/Einleitung
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| 09.30 Uhr |
Antje Möllmann, Kinderschutz-Zentrum Hannover
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| Vorträge
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| 09.45 - 10.30 Uhr |
Kindeswohlgefährdung - Möglichkeiten des frühzeitigen Erkennens, Beurteilens und Handelns
Dr. Heinz Kindler, Deutsches Jugendinstitut e.V., München |zur Person/Abstract| |
| 10.45 - 11.30 Uhr |
Frühe medizinische Zeichen drohender Kindeswohlgefährdung
Dr. Thorsten Wygold, Kinderkrankenhaus auf der Bult, Hannover |zur Person/Abstract| |
| 11.30 - 12.00 Uhr |
Pause
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| Foren
Präventions- und Unterstützungsangebote in der Praxis |
| 12.00 - 13.00 Uhr |
- Regionale Koordinierungszentren in Niedersachsen
Dr. Thorsten Wygold, Kinderkrankenhaus a.d. Bult, Hannover |zur Person/Abstract|
- "Rundum willkommen" - Eltern informieren, stärken und begleiten
Uwe Hinrichs, Deutscher Kinderschutzbund LV Hamburg |zur Person/Abstract|
- "Willkommen im Leben" - Klinkenputzen für das Kindeswohl
Uwe Sandvoss, Jugendamt Dormagen |zur Person/Abstract|
- "Zukunft für Kinder…"
Petra Funger, Jugendamt Düsseldorf |zur Person/Abstract|
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| 13.00 - 14.30 Uhr |
Mittagspause
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| Vortrag
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| 14.30 - 15.15 Uhr |
Riskante Entwicklungen vermeiden - Kinderschutz durch bindungsorientierte Frühprävention
Prof. Dr. Ariane Schorn, Fachhochschule Kiel |zur Person/Abstract| |
| 15.15 - 15.45 Uhr |
Pause
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| Vortrag
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| 15.45 - 16.30 Uhr |
Ermutigung, Aktivierung und soziale Kontrolle in hoch belasteten Familien
Prof. Dr. Klaus Wolf, Universität Siegen |zur Person/Abstract| |
| 16.30 Uhr |
Ende der Veranstaltung |
Der Veranstalter weist darauf hin, dass Programmänderungen möglich sind.
Veranstalter
Die
Kinderschutz-Zentren
Bonner Str. 147
50968 Köln
Tel: 0221 / 569753
Fax: 0221 / 5697550
E-Mail: die@kinderschutz-zentren.org
Kinderschutz-Zentrum Hannover
DKSB LV Niedersachsen
Schwarzer Bär 8
30449 Hannover
Internet: www.ksz-hannover.de
Förderung
Der Kongress wird gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Tagungsort
KROKUS - Soziales und kulturelles Stadtteilzentrum Kronsberg
Thie 6
30539 Hannover
Internet: www.krokus-hannover.de
Tagungsbeitrag
Der Tagungsbeitrag beinhaltet die Teilnehmergebühr ohne Verpflegung und Tagungsgetränke.
| Teilnehmergebühr |
€ 35,00(Online-Anmeldung) |
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€ 40,00(Post-/Fax-/E-Mail-Anmeldung) |
| Bei Abmeldungen bis zu 14 Tagen vor Beginn des Kongresses berechnen wie eine Verwaltungsgebühr von € 20,00. Bei späteren Abmeldungen muss der volle Teilnehmerpreis gezahlt werden. |
Bankverbindung
Bank für Sozialwirtschaft Köln
BLZ 370 205 00, Kto.-Nr. 7 086 700
Stichwort: Hannover2007
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