zurück zur Homepage
Wir über uns
Adressen der Kinderschutz-Zentren
Kinderschutzforum
Fortbildungen, Tagungen, Kurse
Diskussionsforen
Projekte
News
Kampagne
Tips für Eltern
Tips für Kids
Informationen/Veröffentlichungen
Wir tun was


Fachkongress 11/2003

Die vergessenen Kinder bei Partnerschaftsgewalt
Perspektiven des Hilfesystems nach Verabschiedung des Gewaltschutzgesetzes

Lüdenscheid: 20. - 21. November 2003

-zurück zu Tagungen- -aktuelle Arbeitsmaterialien- -online buchen- -Wegbeschreibung-


Vorwort
Gewalt in Partnerschaften gerät - nicht zuletzt durch das Gewaltschutzgesetz - zunehmend in den Blickpunkt. Vergessen werden dabei manchmal die Kinder, die in das Drama der Gewalt durch das Miterleben und durch die besonderen Beziehungen, die sie an die Eltern binden, verstrickt sind.

Die Eltern verlieren in gewalttätigen Konflikten leicht das Kind aus dem Blick. Der Konflikt verstellt den inneren Raum und sie sehen nicht, wie ihr Kind das Geschehen zwischen den Erwachsenen erlebt, sich vielleicht schuldig fühlt, hin- und her gerissen ist in seiner Loyalität, mit leidet und selbst zum Opfer wird.

Das Gewaltschutzgesetz vom Januar 2002 verbessert zwar den Schutz von durch Gewalt bedrohten Personen, vor allem von Frauen, berücksichtigt aber nicht ausreichend die Interessen und das Erleben von Kindern.

Die Polizei weist zu Recht darauf hin, dass sie nur für die Erstintervention zur Gefahrenabwendung zuständig ist. Die Frauenhilfe erkennt, dass Kinder von Müttern in Frauenhäusern eigene bzw. andere Unterstützungsmodelle benötigen, als sie von der Frauenhilfe angeboten werden. Männerprojekte beklagen, dass sie oftmals keinen Kontakt zu den weggewiesenen Männern bekommen.

Für die Jugendhilfe und den Kinderschutz ergeben sich neue Zugänge und komplexe neue Kooperationsbeziehungen. Insbesondere brauchen Kinder Möglichkeiten der Verarbeitung ihrer Erfahrung der Gewalt zwischen ihren Eltern. Ihr Wohl muss bei jeder Intervention mitgedacht werden. Beide Elternteile brauchen Hilfe und Klärung, wie sie Verantwortung für das Kind wahrnehmen können und wie sie miteinander kooperieren können.

Die Fachtagung macht zum Thema:

  • Das Erleben der Kinder bei Partnerschaftsgewalt und das Ausmaß ihrer Schädigung
  • Hilfen für Kinder zur Verarbeitung
  • Modelle der Zusammenarbeit zwischen Frauenhilfe, Polizei, Männerangeboten und der Jugendhilfe im Interesse der Kinder
  • Familienorientierte Hilfen
  • Probleme des Umgangs

Die Fachtagung richtet sich an Fachkräfte der Jugendhilfe, aus Jugendämtern, Beratungsstellen sowie Kinderschutzeinrichtungen. Darüber hinaus sind weitere Professionen (Frauenhilfe, Polizei, Männerprojekte, FamilienrichterInnen, KinderärztInnen u.a.), wie auch VertreterInnen aus Verbänden und Fachpolitik, angesprochen.


Programm

Donnerstag, 20.November 2003
Eröffnung und Grußwort
10.30 - 11.00 Uhr Georg Kohaupt
Die Kinderschutz-Zentren

Rainer Martin
Märkische Kliniken GmbH
Ärztliche Beratungsstelle Lüdenscheid

Dr. Wolfgang Schröder
Sozialdezernent der Stadt Lüdenscheid

 
Vorträge
11.00 - 12.00 Uhr Krisen der Männlichkeit in Konfliktfamilien und ihre Folgen. Herausforderungen für Hilfe und Beratung
Prof. Dr. Vera King, Universität Hamburg, Fachbereich Erziehungswissenschaften
|zur Person/Abstract|
 
12.15 - 13.15 Uhr Gewaltschutzgesetz und Wegweisungsrecht: Chance oder Störfaktor am Kindeswohl orientierter Arbeit?
Dr. Thomas Meysen, Deutsches Institut für Jugend- und Familienrecht (DIJuF) Heidelberg
|zur Person/Abstract|
 
13.15 - 14.15 Uhr Mittagspause
 
Vortrag
14.15 - 15.15 Uhr Beziehungsgewalt öffentlich gemacht - der erste Schritt zur Veränderung?
Jürgen Zimmermann-Höreth, Familienberatungsstelle der Stadt Köln
|zur Person/Abstract|
 
Arbeitsgruppen
15.30 -17.30 Uhr
  1. Verstrickt und Allein - Kinder im Konfliktfeld von Partnerschaftsgewalt
    Brigitte Topp-Deckers, Kinderschutz-Zentrum Köln
    |zur Person/Abstract|
  2. Beziehungsgewalt öffentlich gemacht - der erste Schritt zur Veränderung?
    Jürgen Zimmermann-Höreth, Familienberatungsstelle der Stadt Köln
    |zur Person/Abstract|
  3. Partnerschaftsgewalt in Migrantenfamilien- aus der Arbeit mit Flüchtlingen und griechischen Migranten
    Joannis Mavroidopoulos, Doro Klandermann, Fachbereich Migration, Diakonisches Werk Lüdenscheid-Plettenberg
    |zu den Personen/Abstract|

    [Diese Arbeitsgruppe fällt leider aus!]
  4. Organisation eines Netzwerkes zur Umsetzung des Gewaltschutzgesetzes in Köln
    Klaus Völlmecke , Amt für Kinder, Jugend und Familien, Köln
    |zur Person/Abstract|
  5. Parteiliche Beratung für Mütter
    Sigrid Bürner, Bundesverband autonomer Frauennotrufe e.V., Kiel
    |zur Person/Abstract|

Freitag, 21. November 2003


Vorträge
9.00 - 10.00 Uhr Gewalttätige Konflikte in der Familie im Erleben von Kindern - Strukturen, Ursachen, Prävention und Intervention
Renate Blum-Maurice, Kinderschutz-Zentrum Köln
|zur Person/Abstract|
 
10.30 - 11.30 Uhr Polizeiliche Intervention als Einstieg in die Hilfe
Ute Nöthen-Schürmann, Opferschutzbeauftragte der Polizei Krefeld
|zur Person/Abstract|
 
12.00 - 13.00 Uhr Mittagspause
 
Arbeitsgruppen
13.15 -14.45 Uhr
  1. Gruppenpsychotherapeutische Angebote - eine Chance für die Kinder
    Anett Stein, Evangelische Beratungsstelle Köln
    |zur Person/Abstract|
  2. "Wenn der Papa die Mama schlägt ..." - Gruppentherapeutische Arbeit mit gewalttätig gewordenen Männern
    Kay Wegner, Beratungsstelle im Packhaus, Kiel
    |zur Person/Abstract|
  3. Partnerschaftsgewalt und die Konsequenzen für den Umgang
    Dr. Eginhard Walter, Bezirksjugendamt Tempelhof-Schöneberg, Berlin
    |zur Person/Abstract|
  4. Opferkarrieren - Beziehungsfallen in der Beratung misshandelter Frauen
    Dr. Christine Maihorn, Kinderschutz-Zentrum Berlin
    |zur Person/Abstract|
  5. Wohnungszuweisung und "Go-Order" in der familiengerichtlichen Praxis
    Ingrid Sell, Familienrichterin, Amtsgericht Northeim
    |zur Person/Abstract|

    [Diese Arbeitsgruppe fällt leider aus!]
Fazit
15.00 - 15.30 Uhr Hilfe ist mehr als Intervention Versuch einer Zusammenfassung
Georg Kohaupt, Kinderschutz-Zentrum Berlin
 
15.30 - 16.30 Uhr Live Chat
bei Kaffee und Kuchen mit den ReferentInnen und AG-LeiterInnen
 
Der Veranstalter weist darauf hin, dass Programmänderungen möglich sind.

Veranstalter


Die Kinderschutz-Zentren
Bonner Str. 147
50968 Köln
Tel: 0221 / 569753
Fax: 0221 / 5697550
E-Mail: die@kinderschutz-zentren.org

Kooperation:
Ärztliche Beratungsstelle Lüdenscheid
Hohfuhrstr. 25
58509 Lüdenscheid

Tagungsort
Seminarzentrum am Klinikum Lüdenscheid
Paulmannshöher Str. 14
58514 Lüdenscheid

Tagungsbeitrag
Teilnehmergebühr € 115,00 (Online-Anmeldung)
€ 125,00 (Post-/Fax-/E-Mail-Anmeldung)
Tagesteilnahme € 60,00 (Online-Anmeldung)
€ 65,00 (Post-/Fax-/E-Mail-Anmeldung)
Studenten 50 % Ermäßigung (nur mit Studienbescheinigung)

Bei Abmeldungen bis zu 14 Tagen vor Beginn des Kongresses berechnen wir ein Verwaltungsgebühr von € 20,00. Bei späteren Abmeldungen muss der volle Teilnehmerpreis gezahlt werden.

Verpflegung
In der Tagungsstätte besteht in der Mittagspause die Möglichkeit der Verpflegung über die Kantine im Haus. Es stehen am Donnerstag 3 Gerichte zu jeweils 4 Euro zur Auswahl, und am Freitag wird zum gleichen Preis ein Eintopf angeboten. Wenn Sie diese Möglichkeit nutzen wollen, melden Sie dies bitte bei Ihrer Anmeldung an, damit wir im Vorfeld besser planen können. Das Essensentgelt wird nicht mit den Teilnehmergebühren in Rechnung gestellt, sondern muss vor Ort gegen Ausgabe eines Bons gekauft werden.

Bankverbindung
Bank für Sozialwirtschaft Köln
BLZ 370 205 00, Kto.-Nr. 7 086 700
Stichwort: Fachtagung Lüdenscheid

-online buchen-