zurück zur Homepage
Wir über uns
Adressen der Kinderschutz-Zentren
Kinderschutzforum
Fortbildungen, Tagungen, Kurse
Diskussionsforen
Projekte
News
Kampagne
Tips für Eltern
Tips für Kids
Informationen/Veröffentlichungen
Wir tun was


Fachkongress 4/2008
Raus aus der Krise – Krisenkompetenz und Krisenintervention in Jugendhilfe und Kinderschutz

11. - 12. August 2008 in Mainz


Aktualität des Tagungsthemas
Das Handeln in Krisensituationen ist eine alltägliche aber auch besondere und verunsichernde Herausforderung in der Kinder- und Jugendhilfe. Zugespitzte akute Überforderungssituationen sind dabei oft mit Kindesvernachlässigung, sexueller Misshandlung, körperlicher und psychischer Gewalt, Drogenmissbrauch, Delinquenz oder Suizidgefährdung verbunden und führen – nicht zuletzt deshalb – zu angespannter Aufmerksamkeit und massivem Handlungsdruck. Krisen betreffen Personen, aber auch Systeme wie Familien oder Arbeitsteams. Sie können sich in akuten, dramatischen Geschehen äußern oder sich eher schleichend zuspitzen. Sie sind immer mit starken Emotionen, insbesondere Angst, Wut und Panik verbunden. Betroffene befürchten Kontrollverlust und empfinden eine starke Ausweglosigkeit. Krisenverläufe variieren individuell sehr stark, so dass kein allgemeingültiges Handlungsmodell entwickelt werden kann. Auf dem Höhepunkt einer Krise kann jedoch problematisches Verhalten leichter verändert werden, sodass eine zeitnahe, klare und überschaubare Intervention den Übergang zu einer neuen Entwicklung anstoßen kann.

Inhalte
Es wird ein breites Spektrum an krisentheoretischen Erkenntnissen und erfahrungsgestützten Interventionsmöglichkeiten aus verschiedenen Praxisfeldern vorgestellt und ihre Relevanz für die Jugendhilfe erörtert. Dabei wird im Blick behalten, ob Betroffene vor sich selbst oder vor anderen geschützt werden müssen. Es werden weiterhin auch Aspekte der Krisenkompetenz behandelt, die sich neben der Methodenkompetenz der Fachkräfte auf die persönlichen Voraussetzungen, Fähigkeiten und Grenzen im Hilfekontakt mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen beziehen. Ebenso wird die Hilfe für die Helfer(innen) als unverzichtbares Element eines wirksamen institutionellen Krisenkonzepts angesprochen.

Förderung
Der Fachkongress wird im Rahmen des Projektes „Qualifizierung von Kooperations- und Netzwerkstrukturen im Kinderschutz” durch das Bundesministerium für Familie, Senioren Frauen und Jugend gefördert.


Programm

Montag, 11. August 2008
Begrüßung und Einführung
9.30 - 10.00 Uhr Monika Weber-Hornig , Vorstand Die Kinderschutz-Zentren
Kurt Merkator, Sozialdezernent der Stadt Mainz
Vortrag 1
10.00 - 11.00 Uhr Krisentheorie und Krisenintervention – welche Konzepte braucht die Jugendhilfe?
Prof. Dr. Christian Schrapper, Universität Koblenz
 
Vortrag 2
11.00 - 12.00 Uhr Vorsicht: Ansteckungsgefahr! – Krisenhilfe in Familien
Elke Kratzenberg, Fortbildung, Therapie und Beratung, Borgsdorf
 
Mittagspause
12.00 - 14.00 Uhr  
Vortrag 3
14.00 - 15.00 Uhr Und jetzt? – Krisen in Einrichtungen der Jugendhilfe und professionelle Standards der Bewältigung
Michael Naumann-Lenzen, Praxis für Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie, Hennef
 
Kaffeepause
15.00 - 15.30 Uhr  
Forum
15.30 - 17.00 Uhr Deeskalationsmanagement in anderen Arbeitsfeldern - Ein Blick über den Tellerrand
Jürgen Menzel, Deutscher Entwicklungsdienst, Bonn
Christine Telser, Landespolizeischule Rheinland-Pfalz, Hahn (angefragt)

Dienstag, 12. August 2008
Vortrag 4
9.30 - 10.30 Uhr Risikofaktor Hilfesystem – Krisenintervention in suchtkranken Familien
Dr. Ruthard Stachowske, Institut für mehrgenerationale Forschung und Therapie, Reppenstedt
 
Workshops 1–6
10.45 - 12.45 Uhr 1. Familie + Sucht = Kindeswohlgefährdung !?
Dr. Ruthard Stachowske, Institut für mehrgenerationale Forschung und Therapie, Reppenstedt
 
  2. Inobhutnahme und Krisenklärung als Intervention bei Kinderschutzfamilien
Jürgen Werner, Kinderschutz-Zentrum Berlin
 
  3. Was tun, wenn es kracht? Umgang mit Bedrohung und Gewalt in der Helfer-Klienten-Beziehung
Miriam Krämer, act4transformation, Aalen
 
  4. Hilfe per Mausklick – Krisenberatung online
Heinz Thiery, Bundeskonferenz für Erziehungsberatung e.V., Fürth (angefragt)
 
  5. Therapeutische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in akuten Krisen
Lucyna Wronska, Kind im Zentrum, Berlin
 
  6. Krisengespräche führen – eine besondere methodische Herausforderung
Elke Kratzenberg, Fortbildung, Therapie und Beratung, Borgsdorf
 
Mittagspause
13.00 - 14.30 Uhr  
Votrag 5
14.30 - 15.30 Uhr Morgen seid ihr ein Problem los!
Krisenintervention bei suizidaler Gefährdung von Kindern und Jugendlichen

Anita Pachaly, Neuhland e.V. Berlin
 
Votrag 6
15.30 - 16.30 Uhr Helfen macht müde – Wege bei Überforderung und Resignation
Prof. Dr. Jörg Fengler, Universität zu Köln
 
16.30 - 17.30 Uhr Ausklang bei Kaffee & Kuchen
Der Veranstalter weist darauf hin, dass Programmänderungen möglich sind.

Veranstalter


Die Kinderschutz-Zentren
Bonner Str. 145
50968 Köln
Tel: 0221 / 569753
Fax: 0221 / 5697550
E-Mail: die@kinderschutz-zentren.org

In Zusammenarbeit mit:

Kinderschutz-Zentrum Mainz
Lessingstr. 25
55118 Mainz

Tagungsort
Erbacher Hof
Akademie des Bistums Mainz
Grebenstr. 24-26
55116 Mainz

Die Tagungsstätte liegt inmitten der Mainzer Altstadt.
Weitere Informationen erhalten Sie auf unserer Internetseite.

Tagungsbeitrag
Eine Tagesteilnahme ist nicht möglich.
Die Übernachtungskosten sind optional, die Verpflegungspauschale ist zu leisten.

Teilnehmergebühr € 135,00 (Online-Anmeldung)
€ 145,00 (Post-/Fax-/E-Mail-Anmeldung)
plus € 84,00 für Übernachtung und Vollverpflegung für beide Tage (ohne Kaltgetränke)
oder
plus € 24,00 für Mittagessen, Kaffee und Kuchen für beide Tage (ohne Kaltgetränke).
Bei Abmeldungen bis zu 14 Tagen vor Beginn des Kongresses berechnen wie eine Verwaltungsgebühr von
€ 20,00. Bei späteren Abmeldungen muss der volle Teilnehmerpreis gezahlt werden.

Online–Anmeldung
Die Online-Anmeldung zum Fachkongress erfolgt über die bereitgestellte Maske auf der Internet-Seite
http://www.kinderschutz-zentren.org/mainz/

E–Mail–Anmeldung
Senden Sie Ihre E-Mail-Anmeldung (€ 145,00 Tagungsbeitrag plus Verpflegungspauschale € 24,00 ohne Übernachtung oder € 84,00 mit Übernachtung) an die Adresse:
die@kinderschutz-zentren.org

Bankverbindung
Bank für Sozialwirtschaft Köln
BLZ 370 205 00, Kto.-Nr. 7 086 700