„Wir müssen reden...“ – Kindliche sexuelle Entwicklung und sexuelle Gewalt gegen Kinder
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FACHKONGRESS

„Wir müssen reden...“ – Kindliche sexuelle Entwicklung und sexuelle Gewalt gegen Kinder

15. - 16.11.2018 in Düsseldorf


Inhalte und Fragestellungen

„Wir müssen reden ...“ – eine Ankündigung, die sich jenseits dieser Tagungseinladung zumindest nicht ausschließlich einladend anhört. Die signalisierte Botschaft ist klar: Es gibt dringenden Gesprächsbedarf zu einer schwierigen Thematik, die nicht länger verschwiegen werden oder im Unklaren bleiben soll. Oftmals geht es dabei um sehr persönliche und intime Themen, das Ansprechen kostet Überwindung, weil es unangenehm oder peinlich erscheint, weil die Angst besteht, missverstanden zu werden, einen anderen Menschen zu verletzen oder Verletzungen zu berühren. Sexuelle Gewalt gegen Kinder und Jugendliche ist so ein schwieriges, belastendes und belastetes Thema. Lange Zeit gesellschaftlich tabuisiert, dann am ehesten familialer Pathologie zugeordnet, wird es spätestens seit dem Jahr 2010 und dem Bekanntwerden des Ausmaßes körperlicher wie vor allem sexueller Gewalt auch in Einrichtungen und Verbänden öffentlich sehr viel breiter diskutiert – und vielfach dann auch instrumentalisiert. Dabei schlagen die emotionalen Wellen schnell sehr hoch, denn kaum ein Thema scheint so prädestiniert, ambivalente Gefühle und Reaktionen hervorzurufen.

Die kontrovers geführten Debatten haben auch die Fachwelt nicht unberührt gelassen. Besonders die Entwicklung und Überprüfbarkeit von präventiven Strukturen und Schutzkonzepten hat Fachkräfte in Praxis und Wissenschaft beschäftigt. Und doch gibt es weiterhin viele Fragen, die so heikel oder unangenehm erscheinen, dass sie im Alltag lieber „weggeschwiegen“ werden – insbesondere, wenn es um kindliche Sexualität und sexuelle Grenzen geht.

Im Kontakt mit Kindern und Eltern, mit verschiedenen Professionen und Institutionen brauchen Fachkräfte eine fundierte Fachlichkeit und reflektierte Haltung, um den verschiedenen Aspekten und besonderen Herausforderungen des Themas zu begegnen. Auf der ersten Jahreskonferenz der Kinderschutz-Zentren zu sexualisierter Gewalt gegen Kinder (und Jugendliche) möchten wir uns Zeit nehmen, in gemeinsames Gespräch und fachlichen Austausch mit Expert*innen zu kommen.

  • Welchen Einfluss hat der gesellschaftliche Umgang mit (kindlicher) Sexualität auf die fachliche Praxis?
  • Wie hat sich Kinderschutzarbeit zum Thema sexuelle Gewalt in den letzten Jahrzehnten gewandelt und was bedeutet das für die Praxis?
  • Welche besonderen Dynamiken erzeugen „Fälle“ sexueller Gewalt?
  • Was sind Traumatisierungszeichen und -verläufe sowie wichtige Schutzfaktoren – und wie können Hilfen und Auswege aus der Traumatisierung durch sexuelle Gewalt gestaltet werden?
  • Wie kann mit sexuell grenzverletzenden Menschen gearbeitet werden?
  • Wie lässt sich Kinderschutz in Zukunft gestalten?

Der Fachkongress wird von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Kinderschutz-Zentren gemeinsam mit der KinderschutzAmbulanz Düsseldorf (Kinderschutz-Zentrum Düsseldorf) ausgerichtet. Er transportiert den aktuellen Stand der gesellschaftlichen und fachlichen Debatte, reflektiert wissenschaftliche Erkenntnisse sowie praktische Erfahrungen aus der Jugendhilfe und dem Gesundheitswesen und vermittelt Ideen und Anregungen für die eigene Arbeit.

Adressat*innen

Der Fachkongress richtet sich bundesweit an Fach- und Leitungskräfte in der öffentlichen und freien Kinder- und Jugendhilfe, in medizinisch-therapeutischen Einrichtungen und in der Kindertagesbetreuung sowie weiteren für den Kinderschutz wichtigen Arbeitsfeldern.

Programmflyer

Wegbeschreibung



 

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