Sozial-emotionale Vernachlässigung von Kindern – Ursachen, Formen und Hilfen
Diese Seite drucken
FACHKONGRESS

Sozial-emotionale Vernachlässigung von Kindern – Ursachen, Formen und Hilfen

28. – 29.03.2019 in Essen


Inhalte und Fragestellungen

Sozial-emotionale Vernachlässigung steht im Gegensatz zu körperlicher Misshandlung und sexualisierter Gewalt sehr viel seltener im Zentrum der öffentlichen Wahrnehmung.

Das ist fatal, denn die Folgen von (andauernder) Vernachlässigung sind für Kinder gravierend – das haben auch neue Untersuchungen wieder belegt. Inadäquate oder fehlende emotionale Fürsorge, Mangel an Respekt und Geborgenheit sowie fehlende Anregung und Förderung von Fähigkeiten führen zu erheblichen, oft lebenslangen psychischen und körperlichen Schädigungen.

Als Risikofaktoren für Vernachlässigung gelten u.a. – neben gesellschaftlichen Faktoren wie soziale Isolation, Armut und beengte Wohnverhältnisse – eigene Deprivations- und Gewalterfahrungen sowie psychische Krisen und Erkrankungen von Eltern.

Sozial-emotionale Vernachlässigung ist keine aktive Misshandlung mit deutlich sichtbaren Spuren, sondern eine durch das Unterlassen von entwicklungsnot-wendigem Handeln eher stille und schleichende Gewaltanwendung gegen Kinder. In der Praxis lässt sie sich zudem schwer abgrenzen von anderen Formen körperlicher und psychischer Misshandlung – die Einschätzung einer Kindeswohlgefährdung wird hierdurch besonders komplex und herausfordernd für die Fachkräfte.

Vor diesem Hintergrund werden wir uns an den beiden Kongresstagen mit folgenden zentralen Fragestellungen beschäftigen:

  • Wie können wir uns einem gemeinsamen Verständnis von Vernachlässigung nähern?
  • Welche gesundheitlichen Langzeitfolgen resultieren aus massiven psychosozialen Belastungen in der Kindheit?
  • Wie können wir bindungstraumatisierten Kindern begegnen?
  • Wie können pädagogische Beziehungen bei emotional vernachlässigten Kindern und Jugendlichen gelingen?
  • Welche Hilfeansätze können für Fachkräfte in der Arbeit mit vernachlässigenden Eltern und betroffenen Kindern hilfreich sein?

Mit dem Fachkongress in Essen wollen wir dazu beitragen, Wissen zu aktualisieren, neue Erkenntnisse aus der Forschung zu vermitteln und Praxisbeispiele und Handlungsansätze aus den unterschiedlichen Arbeitsfeldern weiterzugeben und zu diskutieren.

 

Adressat*innen

Der Fachkongress richtet sich bundesweit an Fach- und Leitungskräfte der öffentlichen und freien Kinder- und Jugendhilfe, der Sonderpädagogik, des Gesundheitswesens und andere am Thema Interessierte.

 

Programmflyer



 

Anmeldung

Zur Onlineanmeldung

Sie wollen einen Fachkongress von uns besuchen?
Nutzen Sie unser bequemes Online-Anmeldeformular!
Schließen