AnKER-Einrichtungen in der Kritik
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Aktuelles

AnKER-Einrichtungen in der Kritik

Offener Brief an Städte und Kommunen

05.06.2018

Der Paritätische Wohlfahrtsverband hat sich gemeinsam mit 23 anderen Verbänden und Institutionen in einem offenen Brief an die Städte und Kommunen sowie das Familien- und Innenministerium gewandt. Darin fordern sie, die Rechte und das Wohl von Kindern und Jugendlichen in der Debatte um die geplanten AnKER-Zentren zu achten.

Die Kinderschutz-Zentren unterstützen die Forderungen des Paritätischen. Bereits im Februar haben wir in einer Auseinandersetzung mit dem aktuellen Koalitionsvertrag darauf hingewiesen, dass die geplanten AnKER-Einrichtungen kaum mit der UN-Kinderrechtskonvention in Einklang zu bringen sind.

Fast die Hälfte der Geflüchteten in Deutschland sind minderjährig
45 Prozent der Geflüchteten in Deutschland sind minderjährig: Kinder und Jugendliche sind die größte Einzelgruppe unter den geflüchteten Menschen. Alle Maßnahmen und Regelungen, die Kinder und Jugendliche betreffen, müssen ihrer besonderen Lebenssituation und ihren Bedarfen gerecht werden sowie ihre Rechte achten. Konkret heißt dies u.a. eine (wohnliche) Umgebung, in der ein dem Wohl der Kinder und Jugendlichen gerechtes Aufwachsen möglich und der Zugang zu (frühkindlicher) Bildung gegeben ist, Kinder geschützt sind, eine bedarfsgerechte Versorgung gewährleistet sowie Spiel- und Freizeitmöglichkeiten sichergestellt sind.

AnKER-Zentren eignen sich nicht für Kinder
Mit Blick auf aktuelle Aufnahmeeinrichtungen gibt es schon jetzt große Probleme und Betroffenen werden zum Teil elementare Rechte vorenthalten. So gibt es nur begrenzten Zugang zu gesundheitlicher Vorsorge und ärztlicher Versorgung und die baulichen Begebenheiten machen in einigen Einrichtungen Privatsphäre unmöglich. Daher sind auch die Kinderschutz-Zentren der Überzeugung, dass AnKER-Zentren keine geeigneten Orte für Kinder und Jugendlichen sein werden.



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