Von Liebespaaren im Zwiebel-Look und vom Reden in unterschiedlichen Sprachen
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Aktuelles

Von Liebespaaren im Zwiebel-Look und vom Reden in unterschiedlichen Sprachen

Fachkongress „Hochstrittige Eltern und das Wohl des Kindes“ in Leipzig

19.06.2018

Herausforderungen in der Arbeit mit hochstrittigen Eltern
Obwohl die Zahlen zu Trennung und Scheidung in den letzten Jahren in Deutschland relativ stabil sind, nimmt die Arbeit mit so genannten „Hochkonflikt-Familien“ in Jugendämtern und Beratungsstellen einen großen Raum ein und bindet viel Energie der Fachkräfte. Sie sind deshalb so herausfordernd, weil sich der Konflikt des Paares zur Gefährdung des Kindeswohls ausweiten kann.

Paarkonflikte und deren Folgen für Elternschaft und die involvierten Kinder zu verstehen, war daher Ziel der zentralen Vorträge. Dr. Katharina Behrend zeigte eindrücklich, wie sich die Spirale der Konfliktdynamik dabei eindreht und aus dem einst verliebten Paar eines im „Zwiebel-Look“ wird, deren Schalen in der Beratungsarbeit sorgsam zu entblättern sind.

Notwendigkeit einer gemeinsamen Sprache
Wie das Wohl des Kindes im Zusammenspiel der unterschiedlichen professionellen Akteure noch besser in den Blick genommen und gesichert werden kann, war Thema der Foren. Hier zeigte sich, dass es noch weiterer Anstrengungen bedarf, um eine gemeinsame Sprache zwischen den verschiedenen Rollen und Aufträgen zu entwickeln. In den Workshops konnten neue Themen und handlungspraktische Möglichkeiten diskutiert werden.

Fazit: Trotz der erheblichen rechtlichen und fachlichen Weiterentwicklungen in den letzten Jahren ist die Arbeit im und am Hochkonflikt eine große Herausforderung für professionelle Fachkräfte und ihre Einrichtungen. Sie ist aber vor allem ein Appell an eine bessere sprachliche Verständigung und eine weiter zu verbessernde Kooperation im Sinne des Kindeswohls.



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