Traumatisierte Kinder in Pflegefamilien: Eine Fortbildung für Pflegekinderdienste und Mitarbeiter*innen des ASD
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Berufliche Weiterbildung

Traumatisierte Kinder in Pflegefamilien: Eine Fortbildung für Pflegekinderdienste und Mitarbeiter*innen des ASD

11./12. November 2019 in Köln

Wenn Kinder aus ihrer Ursprungsfamilie herausgenommen und in eine Pflegefamilie oder Jugendhilfeeinrichtung hineingegeben werden, haben sie vielfach bereits Vernachlässigung und Gewalt erleben müssen. Alle Verantwortlichen haben nun die Hoffnung, dass sich die Kinder in dem neuen entwicklungsfördernden Milieu gut entwickeln können. Oft gelingt das auch. Aber immer wieder werden die Kinder und ihr neues soziales Umfeld mit den Beziehungs- und Gewalterfahrungen der Vergangenheit konfrontiert. Der in aller Regel vorgeschriebene Kontakt der Kinder zu den leiblichen Bezugspersonen triggert die Erinnerung an verletzende Situationen und aktiviert alte Schutz- und Überlebensmechanismen. Plötzlich zeigen die anfangs meist sehr angepassten Kinder und Jugendlichen Verhaltensweisen, die alle an die Grenzen der Belastbarkeit bringen und im schlimmsten Fall zu einer Ausstoßung aus der Pflegefamilie führen. Hier ist die Gefahr sehr groß, dass die Sicht auf alle Teile des Ganzen und das Ganze getrübt wird und die Beteiligten in lineares Denken und in Spaltungen geraten.

Der ganzheitliche Blick auf das System Familie soll deshalb in diesem Seminar im Fokus stehen.

 

Leitende Fragen der Fortbildung

  • Wie wirken sich traumatisierende Erlebnisse der Kinder, der Eltern, der Pflegeeltern und der Fachkräfte auf das System aus? Wie kann man mit Retraumatisierungen umgehen?
  • Was brauchen Pflegeeltern, was brauchen die unterstützenden Fachkräfte, um ihre Aufgaben erfüllen zu können?
  • Was brauchen die fremduntergebrachten Kinder, um sich bestmöglich entwickeln zu dürfen, was ihre leiblichen Eltern, um ihren Kindern diese Entwicklung zu erlauben und zu ermöglichen?

Neben der Vermittlung von Grundlagenwissen zum Thema „Pflegekinder“ sind die Teilnehmer*innen eingeladen, ihre systemische Haltung im Kinderschutz einzubringen und anhand von eigenen Fallbeispielen zu üben.

 

Adressat*innen

Fachkräfte aus der Kinder- und Jugendhilfe mit systemischem Interesse und Grundwissen, insbesondere aus den Pflegekinderdiensten, dem Allgemeinem Sozialdienst sowie stationären Einrichtungen

Weitere Informationen und Anmeldung



 

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