Bundestag entscheidet über wichtige Modernisierung des Jugendmedienschutzes
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Aktuelles

Bundestag entscheidet über wichtige Modernisierung des Jugendmedienschutzes

Eine zeitgemäße Aktualisierung des Jugendmedienschutzes in Deutschland ist dringend notwendig und wird bereits seit langer Zeit gefordert und diskutiert.1 Als ein wichtiger Meilenstein findet heute die letzte Lesung zum entsprechenden Gesetzentwurf der Bundesregierung statt.2

Reform geht in die richtige Richtung

Auch wenn aus Sicht eines zeitgemäßen Kinderschutzes deutlich zu kritisieren ist, das wichtige strukturelle Maßnahmen zur flächendeckenden und nachhaltigen Verbesserung der Medienkompetenz von Familien und Fachkräften ausbleiben, so weist der Gesetzentwurf in eine richtige Richtung und füllt einige bislang bestehende Schutzlücken. 

Ausdrücklich zu begrüßen ist etwa die Anbietervorsorge, welche die Anbieter von relevanten Internetdiensten zu Voreinstellungen für den wirksamen Schutz von Kindern und Jugendlichen vor digitalen Interaktionsrisiken verpflichtet. Auch die geplante Berücksichtigung von Interaktionsrisiken in der Alterskennzeichnung von Angeboten sowie die vorgeschlagenen Mechanismen zur Vermeidung von Umgehungsversuchen stellen sinnvolle Anpassungen dar. 

Auf der strukturellen Akteursebene macht die geplante Einrichtung der Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz Hoffnung auf eine starke Stimme für die notwendige kontinuierliche Weiterentwicklung des Handlungsfeldes. Insbesondere, da sich ihr Beirat als starkes Begleitgremium aus zivilgesellschaftlichen Akteur*innen zusammensetzt, "die sich in besonderer Weise für die Verwirklichung der Rechte und den Schutz von Kindern und Jugendlichen einsetzen" und die Arbeit der Bundeszentrale eine vorbildliche Kinder- und Jugendbeteiligung gewährleisten soll. 

 

 



 

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