Qualitätsstandards
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Richtlinien

Qualitätsstandards

Die Entwicklung von Qualitätsstandards für die Arbeit eines Kinder­schutz-Zentrums trägt der allgemeinen Debatte über Qualitätsentwicklung in der sozialen Arbeit Rechnung. Die Standards halten fest, welches Verständnis von inner- und außerfamiliärer Gewalt der Arbeit von Kinderschutz-Zentren zugrunde liegt, mit welcher Hal­tung die Kinderschutz-Zentren sowohl den Ratsuchenden, als auch dem Hilfesystem begegnen und welche Angebote und Leistungen ein Kinderschutz-Zentrum konstituieren. Ferner werden Bedingun­gen und Regeln formuliert, die für die Erbringung der Angebote und Leistungen notwendig sind und die eine gleichbleibende Qualität der Angebote und Leistungen gewährleisten.

 

 

Fachstandards der Kinderschutz-Zentren zur Thematik der sexuellen Gewalt an Kindern und Jugendlichen

Die Qualität der Arbeit der Kinderschutz-Zentren in Deutschland zeichnet sich durch eine gemeinsame Haltung aus, wie Hilfe- und Ratsuchenden begegnet wird. Diese Haltung wird im kontinuierlichen überregionalen Austausch der Fachmitarbeiter*innen der Kinderschutz-Zentren (weiter)entwickelt und in gemeinsamen Qualitätsstandards  festgehalten.
 
In diesem Kontext haben die Kinderschutz-Zentren nun eigene Fachstandards zur Thematik der sexuellen Gewalt an Kindern und Jugendlichen erarbeitet, welche die spezielle Expertise der regionalen Facheinrichtungen in diesem Bereich wiederspiegeln und aktuellen Entwicklungen in Gesellschaft, Wissenschaft und Kinderschutzpraxis Rechnung tragen.

Fachstandards zur Thematik der sexuellen Gewalt an Kindern und Jugendlichen


 


Empfehlung der Kinderschutz-Zentren zur Nutzung von gefährdungseinschätzungs-Bögen

Der Einsatz von Risiko- bzw. Gefährdungseinschätzungsbögen als berufliches Hilfsmittel ist in der Fachwelt nicht unumstritten.


Die Kinderschutz-Zentren haben sich intensiv mit den Bögen verschiedener Einrichtungen auseinandergesetzt und festgestellt, dass ihnen ganz unterschiedliche Ansätze zu Grunde liegen. Letztlich hängt es von der Systematik der Gefährdungseinschätzungs-Bögen sowie der Art ihrer Nutzung ab, ob sie einen Beitrag zur Erhöhung der Fachlichkeit darstellen, oder ein Qualitätsrisiko in der Gefährdungseinschätzung bedeuten und Fachfehler begünstigen.
Die ausführliche Empfehlung können Sie hier herunterladen.

Beispiele für Gefährdungseinschätzungsbögen
In den Kinderschutz-Zentren werden beispielsweise die Bögen aus den Kinderschutz-Zentren Mainz und Essen genutzt:

 

•     „Leitfaden zur Risikoeinschätzung im Kontext von Kindeswohlgefährdung“ (Mainz)

•     „Risikoeinschätzung bei Kindeswohlgefährdung“ (Essen)
 


 


Qualitätsstandards für die Arbeit eines Kinderschutz-Zentrums

Die Standards haben den Charakter von Leitlinien. Sie dienen als Richtschnur für bestehende Kinderschutz-Zentren in der Zusammenarbeit mit ihren Trägern und Netzwerkpartner*innen. Ebenso können sie Orientierungshilfe für andere Einrichtungen oder Träger sein, die ein Kinderschutz-Zentrum einrichten oder ihre Angebotsstruktur entsprechend entwickeln möchten. Sie richten sich auch an Entscheidungsträger*innen in Politik und öffentlicher Verwaltung, die im Rahmen der Jugendhilfeplanung die Einrichtung und Finanzierung von Kinderschutz-Zentren planen.
 
Die Qualitätsstandards definieren sich aus den Leitideen und Haltungden der Kinderschutz-Zentren sowie aus den formulierten Kernangeboten, die jeser Kinderschutz-Zentrum vorhält. Auf dieser Grundlage bieten sie individuelle Entwicklunsgspielräume für einzelne Einrichtungen.