Zwischen Verantwortung und Selbstschutz
Selbstfürsorge als professionelle Kompetenz im Kinderschutz
Fachkräfte im Kinderschutz tragen eine hohe Verantwortung – oft unter Bedingungen, die wenig Raum für Reflexion, Austausch und Selbstfürsorge lassen. Belastungen werden individualisiert, Zweifel bleiben unausgesprochen und ungeklärte Fälle wirken bis in den Feierabend hinein.
Dieser zweitägige Workshop richtet sich an Fachkräfte aus dem sozialen Bereich, die mit Kindern, Jugendlichen und Familien arbeiten. Er bietet einen geschützten Raum, um feldtypische Herausforderungen zu reflektieren, eigene Belastungsmuster einzuordnen und Selbstfürsorge als professionelle Schlüsselkompetenz zu stärken. Denn Selbstfürsorge im Kinderschutz ist kein „nice to have“, sondern die Voraussetzung für verantwortungsvolle professionelle Arbeit.
Im Fokus stehen:
- strukturelle, persönliche und gesellschaftliche Belastungsfaktoren im Kinderschutz,
- systemische Perspektiven auf Verantwortung, Grenzen und Entscheidungsdruck,
- Umgang mit emotionaler Weiterarbeit, Grübeln und inneren Dilemmata,
- konkrete Methoden zur Selbstregulation, Abgrenzung und Stabilisierung im Arbeitsalltag sowie
- Austausch und Normalisierung durch unterschiedliche berufliche Perspektiven.
Der präventiv angelegte Workshop verbindet fachliche Reflexion mit praxisnahen, erfahrungsorientierten Übungen und klaren fachlichen Impulsen. Die Teilnehmenden entwickeln individuelle Strategien, die sie anschließend in ihren jeweiligen Arbeitsalltag integrieren können.