Partnerschaftsgewalt (be-)trifft Kinder

Fachkongress Hamburg
18.-19. März 2027

Hinter jeder Form von Partnerschaftsgewalt stehen nicht nur unmittelbar betroffene Erwachsene. Kinder, die in diesen Familien aufwachsen, erleben einen Alltag, der von Spannungen, Ängsten und Unsicherheiten geprägt ist. Ihr Erleben bleibt oft verborgen. Dabei kann das Miterleben von Übergriffen und Grenzverletzungen zwischen erwachsenen Bezugspersonen tiefgreifende Auswirkungen auf die kindliche Entwicklung haben.

Partnerschaftsgewalt ist immer auch Gewalt gegen Kinder.

Sie erleben intensive Gefühle von Angst, Scham, Wut, Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung. Die Belastungen reichen häufig weit über die akute Gewaltsituation hinaus. Langfristige Folgen wie Bindungsstörungen, soziale Isolation, Depressionen, Essstörungen oder Alkohol- und Drogenkonsum sind keine Seltenheit.

In den Gewaltsituationen haben die Kinder oft keine erwachsene Bezugsperson, an die sie sich mit ihren Gefühlen wenden können – ein Elternteil wirkt bedrohlich, der andere bedroht. Daher ist es wichtig, dass es Hilfsangebote gibt, die die Kinder in den Mittelpunkt stellen. Stabile Bezugspersonen und frühzeitige Unterstützung können wichtige Schutzfaktoren sein und ihre Resilienz stärken. Parallel braucht es Hilfen für die von Gewalt betroffenen sowie Angebote für die gewaltausübenden Elternteile.

Hier setzt unser Kongress an. Gemeinsam wollen wir diskutieren,

  • welche entwicklungspsychologischen Folgen das Miterleben von Gewalt für Kinder haben kann,
  • wie sich unterschiedliche Formen von Partnerschaftsgewalt auf Familien auswirken,
  • welche Unterstützungsangebote tragfähige Hilfebeziehungen ermöglichen, möglichst unter Einbeziehung aller Familienmitglieder,
  • und welche rechtlichen Handlungsmöglichkeiten Fachkräften zur Verfügung stehen.

Der Kongress möchte fachliche Perspektiven zusammenführen, aktuelle Entwicklungen sichtbar machen und Raum für Austausch über wirksame Konzepte und Interventionsmöglichkeiten schaffen. Ziel ist es, Ihre fachliche Handlungsfähigkeit zu stärken und neue Perspektiven für die Unterstützung betroffener Kinder zu eröffnen. Denn Kinder brauchen Fachkräfte, die hinschauen, ihre Perspektive ernst nehmen und Verantwortung übernehmen.

Der Fachkongress richtet sich bundesweit an Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe aus Kindertagesstätten und Schulen, aus Frauenhäusern, den Frühen Hilfen sowie dem Gesundheitswesen. Darüber hinaus sind alle Personen angesprochen, die im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit mit Familien arbeiten.

Anmeldung

Der Fachkongress wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Eine nette Überschrift