Familien mit Migrationshintergrund in der Kinder- und Jugendhilfe – Herausforderung Kultursensibilität!
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FACHKONGRESS

Familien mit Migrationshintergrund in der Kinder- und Jugendhilfe – Herausforderung Kultursensibilität!

29.-30.10.2015 in Essen


Interkulturelle Kompetenz, Kultursensibilität und interkulturelle Öffnung - Begriffe, die in der sozialen Arbeit mittlerweile zur Alltagssprache gehören. Doch was genau verbirgt sich hinter diesen Wortbedeutungen, wie werden sie in der Praxis der Jugendhilfe verstanden und vor allem umgesetzt?

Menschen mit Migrationshintergrund sind keine homogene Gruppe. Sie unterscheiden sich hinsichtlich ihrer ethnischen Zugehörigkeit, ihres kulturellen Hintergrundes, ihrer Sprache, ihrer Aufenthaltsdauer, ihres Bildungstandes und ihrer Beweggründe, nicht mehr in ihrem Heimatland zu leben. So stehen auch die Familien, die uns in der Jugendhilfe in diesem Kontext begegnen, für Vielfalt und Verschiedenartigkeit. Wir arbeiten mit Familien, die bereits in der zweiten, dritten oder gar vierten Generation in Deutschland leben ebenso wie mit Flüchtlingen, die ganz aktuell eine lange und oft traumatische Reise hinter sich haben.

Was bedeutet es für die Jugendhilfe als Hilfesystem und für ihre Fachkräfte, mit diesen unterschiedlichen Kultur- und Migrationsgeschichten von Menschen umzugehen? Welcher besonderen Kompetenzen bedarf es, wenn wir Zugang zu Familien bekommen und Hilfen anbieten möchten, wenn kulturelle Fremdheit den Kontakt zu erschweren scheint? Ist im Kontext Kinderschutz eine „andere“ Aufmerksamkeit erforderlich, wenn es im Rahmen des Schutzauftrages um die Wahrnehmung von Risikofaktoren und Einschätzung einer Kindeswohlgefährdung geht?

Wir möchten an diesen beiden Tagen nicht nur auf besondere Problematiken eingehen, die sich beim Aufeinandertreffen verschiedener Kulturen entwickeln (z. B. den Umgang mit unterschiedlichen Ehe- und Erziehungsvorstellungen), sondern auch Ressourcen entdecken und Chancen benennen, die durch kulturelle Vielfalt entstehen können.

 

Adressat(inn)en

Der Kongress richtet sich an Fachkräfte aus der Jugendhilfe (u. a. Beratungsstellen, Soziale Dienste des Jugendamtes, Schulsozialarbeit, Kindertagesstätten, Jugendmigrationsdiensten), dem Gesundheitswesen und weitere interessierte Fachkräfte, die in ihrem beruflichen Kontext mit Familien mit Migrationshintergrund arbeiten.

 

Programmflyer

Anfahrtsbeschreibung zum Kongressort