Grenzverletzungen - Fachliche Standards
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Richtlinien

Grenzverletzungen - Fachliche Standards

Der Runde Tisch Sexueller Kindesmissbrauch hat dieVertreter*innen von Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen aufgerufen, sich mit einem sehr prekären Thema zu befassen: Was tun bei Missbrauch durch eigene Mitarbeiter*innen? Die Kinderschutz-Zentren haben in einem intensiven Prozess Leitlinien für den professionellen Umgang mit diesen Fällen erarbeitet. Und der Fachausschuss des Vereins hat sie im November 2012 als Standards für die Arbeit der Kinderschutz-Zentren festgelegt. "Grenzverletzungen - Fachliche Standards" ist als Broschüre veröffentlicht worden. Sie enthält Empfehlungen zu einer präventiv wirkenden Arbeitskultur, zum Verhalten in Verdachtsfällen sowie zum Vorgehen bei tatsächlichen Grenzverletzungen und Übergriffen durch Mitarbeiter*innen der Kinderschutz-Zentren. Die Broschüre wird bei der Sitzung 2013 dem Runden Tisch vorgelegt, jetzt und hier steht sie als PDF zur Verfügung.


Die Kinderschutz-Zentren haben auf ihrer Mitgliederversammlung im November 2013 eine intensive interne Qualitätsdebatte abgeschlossen, die durch Forderungen des Runden Tisches Sexuelle Gewalt angestoßen worden war. Der Runde Tisch hatte von allen Institutionen und Einrichtungen, die mit Kindern und Jugendlichen im Kontakt stehen, Standards zum Umgang mit internen Übergriffen auf Kinder und Jugendliche gefordert.

In einem nachhaltigen Arbeitsprozess haben Die Kinderschutz-Zentren diese Forderungen sukzessive umgesetzt: Zunächst wurden auf der Mitgliederversammlung 2011 Qualitätsstandards verabschiedet, die Regelungen enthalten bezüglich Grenzverletzungen und Übergriffen durch Mitarbeiter*innen in Kinderschutz-Zentren. (§ 8.1.7.) In einem zweiten Schritt wurden 2012 diese Regelungen ausgearbeitet zu konkreten Handlungsempfehlungen. Und im Frühjahr 2013 hat der Fachausschuss alle Mitglieder aufgefordert, diese Empfehlungen in den Einrichtungen vor Ort umzusetzen.

Schließlich wurden im November 2013 durch die Mitgliederversammlung die einzelnen Kinderschutz-Zentren verbindlich beauftragt, gemeinsam mit ihren Trägern ein konkretes Verfahren zur lokalen, praktischen Umsetzung des bundesweit gültigen fachlichen Standards zu entwickeln. Gleichzeitig wurde festgehalten, wie der Dachverband Die Kinderschutz-Zentren im Falle einer Grenzverletzung oder einer vermuteten Grenzverletzung das betroffene Zentrum unterstützt.

Die Mitgliederversammlung der Kinderschutz-Zentren machte damit noch einmal deutlich, wie wichtig es ist, dass bei Verdachtsfällen die Qualitätsstandards eingehalten werden und somit fachliches Handeln gegenüber der Öffentlichkeit transparent und nachvollziehbar bleibt.




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